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Nur zu Besuch – Bloots up Besäuk – 24 Texte zum Advent

Werbeblock: 24 Weihnachtsgedichte – garantiert ohne Halleluja, dafür mit mehr oder weniger zweifelhaften Pointen, auf Hochdeutsch und auf Plattdeutsch. Für Menschen, die nur Plattdeutsch können, geeignet, um Hochdeutsch zu lernen, Menschen, die nur des Hochdeutschen mächtig sind, können damit versuchen, ihr Handicap zumindest ein wenig zu mildern. … Vollständigen Beitrag lesenNur zu Besuch – Bloots up Besäuk – 24 Texte zum Advent

Termine und ein Lied: Vorweihnachtspoesie und Musik

Ein kleiner Gruß aus dem Adventswahnsinn… zwischen „Sehen wir uns vor Weihnachten noch?“ und „Das muss vor Weihnachten noch fertig werden!“, zwischen „Kannst Du mal eben diese 25 Weihnachtslieder fürs Programm üben?“ und „Aber diesmal kommst Du schon mit neuem Material zur Adventslesebühne?“…

„Wihnacht un Weihdåch“ heißt der Song und er beschreibt einerseits meine Zurückhaltung, diesem Fest gegenüber, erklärt andererseits aber auch, warum ich dennoch teilhabe an „Alle Jahre wieder“ und „Es ist für uns eine Zeit angekommen“. … Vollständigen Beitrag lesenTermine und ein Lied: Vorweihnachtspoesie und Musik

Das Dorf am Ende der Straße: Katzen

Vadder Theser hat Marmelade gekocht. Hat Pflaumen und Birnen, Äpfel und Quitten, Erdbeeren aus dem Tiefkühlfach und Kirschen aus dem Glas zusammen geworfen und Marmelade gekocht. Kommt im Magen eh alles zusammen hat er den Katzen gesagt. Die kamen gestern erst mit einer angeknabberten Ringelnatter in die Küche stolziert und heute mit zwei Mäusen. Aber an den Fruchtstücken, die beim Marmeladekochen nunmal auf den Boden fallen, haben sie nur kurz gerochen, um dann doch lieber knackend das Mäuserückrat zu brechen. … Vollständigen Beitrag lesenDas Dorf am Ende der Straße: Katzen

27. September: Solo in Mestlin
im „Haus gegen Einsamkeit“

In Mestlin hielt immer der Bus. Auf dem großen Platz vor dem Kulturhaus hielt der Bus, der aus Schwerin die Leute auf die Dörfer verteilte, und der mich, lange bevor meine Eltern ein Auto hatten, zu Oma und Opa brachte.

Mestlin ist das einzige nahezu fertiggestellte sozialistische Musterdorf, aus einem verschlafenen Klosterdorf wurde in den 50er Jahren ein besonderer Ort auf dem Lande, mit Schule, Kindergarten, Poliklinik und einem gigantischen Kulturhaus in der Mitte, mit Wohnungen und Geschäften und natürlich: einer LPG. … Vollständigen Beitrag lesen27. September: Solo in Mestlin
im „Haus gegen Einsamkeit“

Was sonst noch geschah…

Vorab
Immer wenn der Sommer sich verabschiedet, angekündigt durch erste kalte Nächte und feuchtes Gras unter nackten Füßen morgens, wenn der See, der eben noch so klar und kristallen war, trübgrün unter den Steg schwappt und die Gänse schnatternd beinahe schlachtreif sich gefressen haben, kriecht Melancholie unter das schüttere Haupthaar und Sätze, wie dieser tippen sich in die Tastatur.

Was war
Denn was war das für ein Sommer! Einer auf zwei Rädern auf dem Weg durch die Lande bis dahin, wo die Pommes speziell sind, einer der heiter bis wolkig uns Urlaubern beigebracht hat, alles was nicht nass werden soll binnen Sekunden unter Dächern zu verstauen, einer, dessen Tage zwischen Buchseiten und Hörbuchstimmen verschwanden, Holzfeuer im Backofen, Holzkohle unter dem Grill, ein Sommer handtuchnass, um Kindern lustige Sachen in die Köpfe zu pflanzen, in der Hoffnung, dass sie einmal erwachsen in ihren Sommern später sich erinnern daran, dass ein Brett ein Boot und ein Fisch ein Freund sein kann.

Bücher
Die Bücher? Heinz Strunk in Niendorf hat mich erfreut, Uwe Johnson mich bezaubert, ich war mit Ruth-Maria Thomas (Die schönste Version) in einer Jugend in der Lausitz, mit Hendrik Bolz in seinen Nullerjahren (puh…) … Vollständigen Beitrag lesenWas sonst noch geschah…

Angespielt: Wie eine Gemeinde zu einem plattdeutschen Ortsschild kommt

Der Text ist entstanden für die Lesebühne 3aufA4 – mit der Realität hat er so gar nichts zu tun.

WIE EINE GEMEINDE ZU EINEM PLATTDEUTSCHEN ORTSSCHILD KOMMT
Ein Spiel für Menschen mit guten Nerven

Fiete. Das ist ein guter Name. Schön Norddeutsch. Ich tippe Fiete in das vorgesehene Feld, stelle Grafikmodus und Schwierigkeitsgrad ein – im leichtesten Modus ist Fiete weiß, ein Mann um die 50, das Resthaar grau, die Nase groß und Hände hat Fiete wie ein Maurer.

Level 1 – Du bist ein namhafter Politiker im Landtag Mecklenburg-Vorpommern. Dein Ziel: Orte im Land sollen plattdeutsche Ortsschilder bekommen. Bring den entsprechenden Antrag ein und sammle Dir eine Mehrheit zusammen.

Ok, denk ich, das kann ja nicht so schwer sein. Ich gehöre dank des niedrigen Schwierigkeitsgrads einer Regierungsfraktion an. Doch die Spiele-Entwickler scheinen im ersten Leben selbst parlamentarische Erfahrungen gesammelt haben – jedenfalls muss meine Figur erstmal durch das Schloss rennen und Allianzen schmieden. Das klappt erst so gar nicht – doch im Schlosskeller trifft Fiete das Petermännchen, das verdächtig wie Harald Ringstorff aussieht, sie trinken, singen plattdeutsche Lieder, schließlich zahlt Fiete mit seiner Seele und erhält neue Fähigkeiten. Redekunst ist eine davon. … Vollständigen Beitrag lesenAngespielt: Wie eine Gemeinde zu einem plattdeutschen Ortsschild kommt

Lesebühne: Handball gucken in Flensburg

Geschrieben für die Lesebühne 3aufA4 zum Motto „Täteretätä“

Flensburg – Elch Erik und Möwe Sigi. Gummersbach – Gummi. Ein Känguru. Aber Gummi durfte nicht mit zum Auswärtsspiel. Sitzt in seiner Kiste im Oberbergischen Aber hier sind ohnehin alle Team Möwenelch.

6.300 Leute in der Halle, früher Campushalle, dann Flens-Arena, jetzt: GP Joule Arena. Kinder in Trikots ihrer Helden, Spieler der Aufstiegsmannschaft von 1984, „Einmal Flensburg – immer Flensburg“ – weiße Schrift auf rotem T-Shirtstoff. Ein Familien-Event. … Vollständigen Beitrag lesenLesebühne: Handball gucken in Flensburg

Lesebühne: Karneval der Frauen

Geschrieben für die Lesebühne 3aufA4 zum Motto „Täteretätä“

Den Walter, den hätten wir nicht mitnehmen sollen, sagt Marlies, die Hummel. Walter, der Schornsteinfeger, läuft herum und erzählt allen, dass es einen Judo-Wurf gibt, der „de-ashi-barai“ heißt. Das hat er auf der Schautafel im Foyer gelesen. „Arschi….“ sagt Walter immer wieder kichernd und hält eine nach der anderen vom Training ab. „Arschi“ sagt Walter und schmunzelt durch seine Leitersprossen. Eine Angela Merkel im Hosenanzug stemmt 20 Kilo – lang die Arme vor der Brust.

Dem Walter fehlt der nötige Ernst denkt Marlies … Vollständigen Beitrag lesenLesebühne: Karneval der Frauen

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