Neue Lieder auf Plattdeutsch Teil 3/5: Let the Schuen´boehn burn

Als Kind hab ich viel Zeit in der Werkstatt meines Großvaters verbracht. Hier hatte alles seinen Platz, ohne dass es dort je aufgeräumt gewesen wäre. Aber in dem vermeintlichen Chaos fand sich eben alles, was nötig ist, um Puppenhäuser zu bauen, eine Garage zu entwässern oder Traktorreifen zu wechseln. Als mein Großvater dann starb, wurde all das für ein paar Jahre zu einem kleinen Museum, zu einem Erinnerungsort. Und schon immer hab ich drüber nachgedacht, darüber zu schreiben: wie jeder Gegenstand ein Stück von dem Menschen in sich trägt, der ihn einmal angeschafft und dann lange benutzt hat. Und natürlich über dieses seltsam ambivalente Verhältnis, das ich als Nachkomme nun zu all dem habe. Weil es die Sachen meines Großvaters waren, lag es nicht an mir zu entscheiden, was mit all dem wird und ich bin froh darüber, ich hab das Taschenmesser meines Opas und das ist gut so. Doch was wäre wenn… … Vollständigen Beitrag lesenNeue Lieder auf Plattdeutsch Teil 3/5: Let the Schuen´boehn burn

Neue Lieder auf Plattdeutsch Teil 2/5: Ik heff ehr verklort

Ich hab in letzter Zeit ziemlich viel Folk-Musik gehört und dazu die alten großen Liedermacher. Knut Kiesewetter zum Beispiel hab ich neu entdeckt. Den hatte ich ja zu Unrecht so ein bisschen in die Schlagerecke gerückt, aber in Wahrheit war er ja ein fantastischer Jazz-Sänger und Posaunist. Dieser Song jedenfalls ist so ein richtiges Liedermacherstück. Drei Strophen, keine großen Verzierungen, Text, Text, Text…

Es singt einer, der es immer ganz genau weiß, der Experte ist für jeder Gelegenheit – in der ersten Strophe weist er eine, vielleicht seine, Frau darauf hin, wie die Lage gerade in Mali ist. Dass sie gerade aus Mali kommt, stört ihn dabei wenig. Auch mit Frank Zappa kennt er sich aus. … Vollständigen Beitrag lesenNeue Lieder auf Plattdeutsch Teil 2/5: Ik heff ehr verklort

Neue Lieder auf Plattdeutsch Teil 1/5: De lütt dreieckig’ Diern

Als die „Lieder für Frieda“ entstanden sind, im Winter 2019/2020, war das, wie eine Sprachlosigkeit zu überwinden. Ich war mir sicher – und bin es immer noch – dass das letzte, was diese Welt braucht, noch ein mittelalter Sänger ist. Aber: vielleicht braucht Frieda ein paar Lieder auf den Weg. Und dann hab ich losgeschrieben und ein Lied sollte ein Spiel mit der Perspektive sein.

Beim Song „Ein dreieckiges Mädchen“, wollte ich den Blick lenken vom großen blauen Ball im All bis hinunter unters Bett, dorthin, wo in einer Schachtel unter Staub eine Blatt Papier liegt. Und darauf, wohl gemalt von einem Kind, ein dreieckiges Mädchen, das schwebt. Wer je ein Kind hat ein Mädchen im Kleid malen sehen weiß, was es mit dem Dreieck auf sich hat. Und in der zweiten Strophe dann geht die wilde Fahrt der Perspektive weiter: das gezeichnete Kind hält – wie einen Luftballon womöglich – einen blauen Ball im All… … Vollständigen Beitrag lesenNeue Lieder auf Plattdeutsch Teil 1/5: De lütt dreieckig’ Diern

Die Toten von Marnow oder: noch mehr Podcast!

Die Toten von Marnow

Ja was denn nun? Kindergräber auf einem Dorf-Friedhof, oder einfach nur gute Geschäfte? Menschenversuche oder Forschung? Alles nur für Geld, oder gab es andere Gründe? Die Mini-Krimiserie „Die Toten von Marnow“ ist erschienen, in der ARD-Mediathek und ich hab die vier Mal 90 Minuten vorab gesehen. Liegt daran, dass ein paar freundliche Leute beim NDR der Meinung waren, es bräuchte einen Podcast zu den Hintergründen der Krimi-Geschichte und ich könnte mich drum kümmern. Hab ich mit Freude gemacht.

Das waren ein paar intensive Tage, mit der maßgeblichen Studie zum Thema, mit Interviews und – das war wie ein Bonus – mit 360 Minuten Filmton. Mit exzellentem Filmton. Eine Wahnsinns-Mischung aus Musik, Geräuschen, Gegrummel, Dialogen…

Begleitet und verantwortet hat die Produktion Siv Stippekohl, die auch mit mir in der Sendung zu hören ist.

Der Podcast „Die Toten von Marnow“Vollständigen Beitrag lesenDie Toten von Marnow oder: noch mehr Podcast!

Dein Geschenk – Text, Musik und Video

Die Dosenfischer im Boot-Camp. Auf dem Dorf im Mecklenburgischen, eine Kneipe mit Saal, wir braten Schnitzel und basteln an neuen Songs. Und schneiden mit.

Hier einer dieser Mitschnitte – weil gerade eine Live-Variante bei YouTube erschienen ist. Deshalb hier: Audio, Video und der Text. … Vollständigen Beitrag lesenDein Geschenk – Text, Musik und Video