Sommer auf dem Land

Ich werde Stechbeitel aus dem Holz ziehen unter blinden Fenstern und den Kindern zeigen, wo der Gummihammer hängt – kopfüber im Schrank. Dessen Tür wir öffnen werden, so sanft es eben geht mit sechs Händen, damit UrUropa nicht klappert. Der hängt gerahmt in der Tür – UrUropa – und klappert solang die Tür sich rührt. Dann werden wir nehmen: die Sägelade und den Fuchsschwanz und das Kantholz und den Zollstock. Und was die anderen vier Hände greifen konnten, das legen wir zurück.

Der Schraubstock macht die Backen eng und enger, quetscht das Kantholz und quietscht unser Lied, einen Hocker stellen wir davor für kleine Beine. Sägen ab, raspeln rund, schleifen nach. Stemmen aus, bohren an, takeln auf. Das Segel am Kantholzboot wird gewesen sein ein Laken unter schweren Federbetten, wurde Mottenfutter, dann ein Lappen, ein Flicken. Nun wird es dem Schiff die Farbe geben auf den Söllen und unsere Farbe wird sein: ölfleckengrau.

Wir werden alles einfach liegen lassen und ich werd an Dich denken. Und nochmal wenn wir Luft in die Schläuche pumpen, den Daumen auf den Mantel gepresst. Am Teich, zu dem wir radeln, stehn Pompesel kerzengerade und die Gummistiefel schmatzen jeden Schritt. Unser stolzes Schiff pusten wir hinaus hinter die Seerosen, sehen Wasserläufern zu, die fliehn.

Zu Hause werden wir uns auf den Kirschbaumstubben stützen, wenn wir das Wasser aus den Gummistiefeln gießen. Die Regentonne wird der Hafen sein. In ihrer Sternensuppe schwimmt das Boot. Wir werden Wolken atmen unter den Abendhimmel und kurz bevor wir unter schwere Federbetten kriechen, trinken wir die Neigen aus.

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