Die Lüge in der Kommunalpolitik: Von Kompromissen, Kaffee und Kuchen

Was die Kommunalpolitik betrifft, bin ich lange nicht müde geworden zu betonen, dass hier, im Kleinen, die Demokratie lebendig ist. Leute streiten im Ehrenamt redlich und offen darum, was für das kleine Fleckchen Erde, auf dem sie leben, das Beste ist. Und im Streit gehts um die Sache und danach gibts Kompromisse, Kaffee und Kuchen.

Ich hätte die Zeichen deuten sollen. Das hätte meinen Optimismus etwas gedämpft. Zwar hilft gegen gedämpften Optimismus gute Musik – aber erstmal kräftig Wasser in den Wein. … Vollständigen Beitrag lesenDie Lüge in der Kommunalpolitik: Von Kompromissen, Kaffee und Kuchen

Vaddern hat ein altes Foto wiedergefunden

Ich kann ja mit dem Vatertag wenig anfangen – aber heute passt es mal. Mein Vater hat mich vor zwei Tagen in seinen penibel aufgeräumten Keller gebeten und sehr, sehr, sehr beiläufig eine Tüte aus der Ecke geholt. Die hat er mir in die Hand gedrückt – fast ohne einen Blick. „Da sind auch noch ein Haufen Negative… musste wissen, ob du die haben willst, sonst haue ich die jetzt weg…“, hat er gesagt. Und jetzt liegen hier: ein Stapel Fotos, eine russische Filmkamera, ein russischer Fotoapparat und zwei massive Knipsen aus DDR-Produktion. Die Negative gibts beim nächsten Besuch. Ach, Vaddern. Es gibt noch viel zu bereden… … Vollständigen Beitrag lesenVaddern hat ein altes Foto wiedergefunden

Perspektive wechseln: Leidmedien und Die Neue Norm

Zu wenig nachgedacht, auf Teufel komm raus schnell gesendet, Vorurteile reproduziert, Klischees bedient – im unpassendsten Kontext. Was für ein Mist. Menschen mit Behinderung werden umgebracht und die Kollegen beim rbb und anderen Medien scheitern unschön.

Aber das soll hier gar nicht der Punkt sein. Ich will hier gar nicht auf den RBB schimpfen, obwohl die Aktion echt ein dicker Hund ist. Mir gehts mehr um die Vorgeschichte solcher Fehler in der Berichterstattung und die steckt ja in unseren Köpfen.

Es ist nämlich wirklich so dämlich wie wahr, auch ich kenne das gut, dass Menschen so hart arbeiten müssen, um die eigenen Prägungen zu korrigieren: In meiner Welt als Kind zum Beispiel gab es kaum Menschen mit Behinderung. Und wenn es sie gab, dann in irgendeinem Abseits – in Wohnheimen, in Werkstätten, begleitet von Betreuern, oder eben medial dargestellt in dieser „guck-mal-was-der-kann-obwohl“-Attitüde. Den ganzen Ballast muss man erstmal loswerden. Hab auch ich noch nicht geschafft, fürchte ich.

Ein Anfang könnte sein, mal was anderes zu lesen: Deshalb hier drei kleine Empfehlungen zum Weiterdenken: Die Neue Norm – das Magazin für Disability Mainstreaming, das Internetprojekt leidmedien.de und der Aktivist Raul Krauthausen. … Vollständigen Beitrag lesenPerspektive wechseln: Leidmedien und Die Neue Norm

Landratswahlkampf in Nordwestmecklenburg: Die Kuschelgruppe

Das dürfte einzigartig sein: im Wahlkampf um den Landratsposten im Kreis Nordwestmecklenburg waren und sind sich drei einig. Die Bewerber von CDU, Piraten und der Partei Die Linke demonstrieren auf Social Media immer und immer wieder Nähe, verweisen auf Gespräche bei netten Treffen – am Tag vor der Wahl gehen sie gemeinsam live auf Instagram. … Vollständigen Beitrag lesenLandratswahlkampf in Nordwestmecklenburg: Die Kuschelgruppe

Zu Gast im Podcast „Da muss ich erstmal hindenken“

Es ist 23 Uhr, die Ohren: heiß, Druckstellen hinter den Brillenbügeln… von den Kopfhörern. Drei Stunden Fehler beheben… hab ich übernommen, weil ich mit meinen technischen Kapriolen Unordnung in die technische Struktur der Gastgeber gebracht habe. Also: Fehler korrigieren. Technische Fehler. Und auf den Ohren immer ich… ich über Podcasts, als Medium an sich, aus Hörer-, aus Autorensicht, ich über früher (TM), ich über die Schauspieler und ihre Videos, ich über die Medien, ich über Talkshowinszenierungen, ich über Lanz und Will, ich darüber, wie die Welt sein könnte, wie ich sie gerne hätte, ich: alles etwas rosarot, ich: alles vorgetragen mit Verve. Drei Stunden Fehler beheben. Vorspulen, genau hinhören, einen Schnitt setzen, die Stimmen um eine Millisekunde verschieben. Lautstärke anpassen. Immer wieder. Kompressor? Mh… EQ? Mh… Drei Stunden. Was redet der Mann da?

Plötzlich – die Ohren sind heiß und die Arbeit ist getan – entspinnt sich auf meinen Schultern ein Gespräch: … Vollständigen Beitrag lesenZu Gast im Podcast „Da muss ich erstmal hindenken“

Vergeudete Energie: Übermedien und Katapult im Clinch

Ich hab mir echt das ganze Interview angehört und es ist lang. Ein Interview, das nicht zur Veröffentlichung gedacht war und dann doch veröffentlich wurde. Als Beweisstück soll es nun herhalten, dafür, dass einer Recht hat und der andere nicht. Doch es zeigt vielmehr eine seltsame Seite des Medienjournalismus: zwei, die eben noch ein intensives Gespräch, ein wirklich tiefes Gespräch geführt haben, gehen kurz danach aufeinander los. Mit Leberhaken und Anspucken. (Linkliste am Ende des Textes)

Doch von vorn. … Vollständigen Beitrag lesenVergeudete Energie: Übermedien und Katapult im Clinch

Eine Glaskugel für den Die März-Sitzung des Kreistags Ludwigslust-Parchim

Dieser Beitrag ist eigentlich zwei – hier folgend ein völlig subjektiver Eindruck von der Kreistagssitzung in Golchen, anschließend meine – nun überholten – Prognosen zu einigen Abstimmungen. Unvollständiger Ticker zur Kreistagssitzung Vorab: Luca-App, Schnelltest, Abstand, Maskenpflicht – ABER: nur die Hälfte 49 von 70 (eben gabs vom Kreis aktuelle Zahlen)Vollständigen Beitrag lesenEine Glaskugel für den Die März-Sitzung des Kreistags Ludwigslust-Parchim

Bloggen wie 2003: Ein Jahr ist um und ich werde ungeduldig

Mission Statement
Es ist Zeit persönlich zu werden. Bloggen wie 2003. Raus mit dem Kram. Für wen, warum? Egal. Hallo Welt, ich bins. Und hier gehts heute um die Zeit zwischen zwei Geburtstagen.

Im März 2020 bin ich ganz heimlich froh über den plötzlichen Ruck, der meine Arbeit, mein Familienleben und meine Freundeskreise verändert. Froh, vor allem aber neugierig. Heimlich, weil ich weiß, dass mir die Sonne aus dem Arsch scheint, im Vergleich zu den vielen, die sich gar nicht freuen können, die nicht arbeiten dürfen, die in kleinen Wohnungen mit kleinen Kindern vor großen Aufgaben stehen. Ich hingegen: sitze im Funkhaus, telefoniere und sage Sachen im Radio. Und weil drumrum vieles still steht, habe ich Zeit. Die „Lieder für Frieda“ werden mein Bastelkeller.

Dann geht es aufwärts, der Frühling vergeht, der Sommer kommt, mein innerer Reisemuffel ist ganz zufrieden über warme Tage im Garten, über kleine Ausflüge und wiederum: die viele Zeit. Im Vergleich. Und irgendwo ist da immer noch Hoffnung, dass aus allem Übel etwas Gutes entsteht und die Sonne am Ende tiefrot aufgeht am Horizont. Wir drehen das Video zu einem meiner neuen Lieder und in diesen kleinen Momenten fühlt sich alles richtig an. … Vollständigen Beitrag lesenBloggen wie 2003: Ein Jahr ist um und ich werde ungeduldig

Frisches Zeug auf der Seite

Kaum sind einige Monate vergangen, da regt sich wieder etwas bei dieser mehr oder minder unter Ausschluss der Öffentlichkeit sendenden Ego-Show.

Die „Lieder für Frieda“ haben jetzt eine vernünftige Playlist – drei Songs sind dazu gekommen. Die ersten drei.

Dazu gekommen ist Material aus dem Archiv: Die CD „Reste“ (Seilschaft Müller) von 1997 und die CD „Nichts“ (Gottes eigene Band“ von 2002 – zu finden unter der Rubrik „Musik“. … Vollständigen Beitrag lesenFrisches Zeug auf der Seite