Perspektive wechseln: Leidmedien und Die Neue Norm

Zu wenig nachgedacht, auf Teufel komm raus schnell gesendet, Vorurteile reproduziert, Klischees bedient – im unpassendsten Kontext. Was für ein Mist. Menschen mit Behinderung werden umgebracht und die Kollegen beim rbb und anderen Medien scheitern unschön.

Aber das soll hier gar nicht der Punkt sein. Ich will hier gar nicht auf den RBB schimpfen, obwohl die Aktion echt ein dicker Hund ist. Mir gehts mehr um die Vorgeschichte solcher Fehler in der Berichterstattung und die steckt ja in unseren Köpfen.

Es ist nämlich wirklich so dämlich wie wahr, auch ich kenne das gut, dass Menschen so hart arbeiten müssen, um die eigenen Prägungen zu korrigieren: In meiner Welt als Kind zum Beispiel gab es kaum Menschen mit Behinderung. Und wenn es sie gab, dann in irgendeinem Abseits – in Wohnheimen, in Werkstätten, begleitet von Betreuern, oder eben medial dargestellt in dieser „guck-mal-was-der-kann-obwohl“-Attitüde. Den ganzen Ballast muss man erstmal loswerden. Hab auch ich noch nicht geschafft, fürchte ich.

Ein Anfang könnte sein, mal was anderes zu lesen: Deshalb hier drei kleine Empfehlungen zum Weiterdenken: Die Neue Norm – das Magazin für Disability Mainstreaming, das Internetprojekt leidmedien.de und der Aktivist Raul Krauthausen. … Vollständigen Beitrag lesenPerspektive wechseln: Leidmedien und Die Neue Norm

Landratswahlkampf in Nordwestmecklenburg: Die Kuschelgruppe

Das dürfte einzigartig sein: im Wahlkampf um den Landratsposten im Kreis Nordwestmecklenburg waren und sind sich drei einig. Die Bewerber von CDU, Piraten und der Partei Die Linke demonstrieren auf Social Media immer und immer wieder Nähe, verweisen auf Gespräche bei netten Treffen – am Tag vor der Wahl gehen sie gemeinsam live auf Instagram. … Vollständigen Beitrag lesenLandratswahlkampf in Nordwestmecklenburg: Die Kuschelgruppe

Zu Gast im Podcast „Da muss ich erstmal hindenken“

Es ist 23 Uhr, die Ohren: heiß, Druckstellen hinter den Brillenbügeln… von den Kopfhörern. Drei Stunden Fehler beheben… hab ich übernommen, weil ich mit meinen technischen Kapriolen Unordnung in die technische Struktur der Gastgeber gebracht habe. Also: Fehler korrigieren. Technische Fehler. Und auf den Ohren immer ich… ich über Podcasts, als Medium an sich, aus Hörer-, aus Autorensicht, ich über früher (TM), ich über die Schauspieler und ihre Videos, ich über die Medien, ich über Talkshowinszenierungen, ich über Lanz und Will, ich darüber, wie die Welt sein könnte, wie ich sie gerne hätte, ich: alles etwas rosarot, ich: alles vorgetragen mit Verve. Drei Stunden Fehler beheben. Vorspulen, genau hinhören, einen Schnitt setzen, die Stimmen um eine Millisekunde verschieben. Lautstärke anpassen. Immer wieder. Kompressor? Mh… EQ? Mh… Drei Stunden. Was redet der Mann da?

Plötzlich – die Ohren sind heiß und die Arbeit ist getan – entspinnt sich auf meinen Schultern ein Gespräch: … Vollständigen Beitrag lesenZu Gast im Podcast „Da muss ich erstmal hindenken“

Lassmalnaboda! oder: Was ist ein Podcast?

Die Geschichte des Podcasts ist eine Geschichte voller Missverständnisse (hier blaue Ersatzflüssigkeit einfüllen).

So, jetzt habe ich hoffentlich Ihre Aufmerksamkeit, clickbait quasi, genau genommen ist dieser Satz nämlich nicht wahr. Mich verfolgt genau genommen nur ein Missverständnis und das betrifft die Antwort auf die Frage: „Was ist ein Podcast“. Ich will all die seltsamen Annahmen nicht wiederholen, aber das Problem ist immer dasselbe: der Versuch, den Begriff Podcast über den Inhalt zu definieren. … Vollständigen Beitrag lesenLassmalnaboda! oder: Was ist ein Podcast?

Podcasts aus MV: Landesprogramm unterwegs

Mit ihrem Blog ist die Landeszentrale für politische Bildung ja schon länger am Start, jetzt gibts auch einen Podcast: Der ist so etwas wie eine Begleitpublikation zu einem Bildungsprogramm, das heißt „Demokratie und Toleranz gemeinsam stärken“, seit 2006 schon gibts das, und der Podcast stellt Projekte aus diesem Programm vor.Vollständigen Beitrag lesenPodcasts aus MV: Landesprogramm unterwegs

Podcasts aus MV: Da muss ich erstmal hindenken

So hat es ja irgendwie angefangen, mit den Podcasts: Leute setzen sich hin und reden. Und ich bin dabei. Fast wie bei einem zufällig belauschten Kneipengespräch. Und ob die da am Nachbartisch sich verfransen, oder konsequent beim Thema bleiben, ob einer das Gespräch führt oder gleich zwei voller Esprit am Tisch sitzen, ob es ganz persönlich wird, oder die beiden auf Metaebenen schweben – geschenkt. Ich lerne Leute kennen und wenn ich sie mag, höre ich weiter zu. … Vollständigen Beitrag lesenPodcasts aus MV: Da muss ich erstmal hindenken

Vergeudete Energie: Übermedien und Katapult im Clinch

Ich hab mir echt das ganze Interview angehört und es ist lang. Ein Interview, das nicht zur Veröffentlichung gedacht war und dann doch veröffentlich wurde. Als Beweisstück soll es nun herhalten, dafür, dass einer Recht hat und der andere nicht. Doch es zeigt vielmehr eine seltsame Seite des Medienjournalismus: zwei, die eben noch ein intensives Gespräch, ein wirklich tiefes Gespräch geführt haben, gehen kurz danach aufeinander los. Mit Leberhaken und Anspucken. (Linkliste am Ende des Textes)

Doch von vorn. … Vollständigen Beitrag lesenVergeudete Energie: Übermedien und Katapult im Clinch

Collage Internetseite Katapult und ein Mikrofon

Eine neue Lokalredaktion fürs Land:
der Katapult-Verlag im Interview

„Uns fehlt vor allem Vielfalt“, hat Patricia Haensel mir erzählt. Sie ist Projektleiterin beim Katapult-Verlag und der will eine Lokalredaktion aufmachen. Eine Redaktion, die berichtet zunächst aus Vorpommern, in Kürze aus ganz M-V, mit Korrespondenten in allen Regionen des Landes, zunächst nur online, dann aber auch gedruckt.

Ich hege ehrlich gesagt die Hoffnung, hier als Abonnent ein Modell begleiten zu dürfen, das zeigt, wie moderner Lokaljournalismus geht. Wie das ist, wenn sich jemand traut, das Ganze von Null aufzubauen. Das Gespräch jedenfalls hat mich noch neugieriger gemacht.

Zugegeben, ich hab das Interview vor allem aus persönlichem Interesse geführt, ich wollte gern mehr wissen, darüber wie die da arbeiten in Greifswald, und dann erst hab ich Sascha überredet, eine Folge „Flachlandreporter“ aufzunehmen, um das Gespräch einzubetten. Das ist jetzt passiert: erst gibts ganz viele Geschichten drumrum, ab Minute 48 ungefähr moderieren wir das Interview an und dann gehts los.

Die Flachlandreporter: Mit Abstand betrachtetVollständigen Beitrag lesenEine neue Lokalredaktion fürs Land:
der Katapult-Verlag im Interview